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Arnis: (Balintawak Eskrima Concept Weilheim i.OB)
Eine Nachricht aus dem Portal Freestyle München
 
Stockkampf und Waffenloser Kampf

Stockkampf und Waffenloser Kampf
Der Balintawak-Stil hat wohl wie nur wenige andere Stile die Welt der philippinischen Kampfkünste dieses Jahrhunderts beeinflusst. Seinen Anhängern haftet der Ruf an, kompromisslose, knallharte Fighter zu sein. Die Geschichte des Balintawak-Stils ist auf ewig untrennbar mit dem Namen seines Begründers, des Großmeisters Venancio „Anciong“ Bacon verknüpft, der schon zu Lebzeiten einen geradezu legendären Ruf genoss. Das Gebäude, in dem Venancio Bacon seine Schule hatte, lag an der Balintawak Street in Cebu. Da es wahrscheinlich anfangs keinen eigenen Namen für diese Schule gab, wurden die Kämpfer, die aus ihr hervorgingen, als die Kämpfer aus der Schule in der Balintawak Street bekannt. Der Ruf der Balintawak Schüler gründete übrigens nicht nur auf dem legendären Ruf Bacons. In der Zeit nach dem 2. Weltkrieg bildete Bacon mehrere exzellente Leute aus, von denen die meisten seine Langzeit-Studenten waren, darunter Timoteo Maranga, Jose Villasin, Teofilo Velez und Arnulfo Mongcal. Zunächst einmal unterrichteten die fortgeschrittenen Studenten von Bacon auch untereinander. So ist bekannt, dass z.B. Arnulfo Mongcal auch Stilistiken von Timoteo Maranga erlernte. Jose Villasin und Teofilo Velez waren zum Beispiel, ebenso wie Remy Presas und einige seiner Verwandten, Schüler von Arnulfo Mongcal. Was machte den Balintawak-Stil zu dem, was er war? Was zeichnete die Technik aus? Bacon trainierte seine Schüler mit teilweise brutaler Härte. Mit Bacon zu sparren war mindestens ebenso schmerzhaft wie lehrreich. Blaue Flecken und Prellungen nach dem Training zu haben gehörte zum Alltag. Eine von Bacons Angewohnheiten war z.B. Schläge nur geringfügig abzustoppen. So gab es nie Zweifel beim Schüler, ob ein Schlag getroffen hätte oder nicht. Venancio Bacon sagte von sich, dass er auf jeden möglichen Angriff 36 verschiedene Konter parat habe. Er gab nur 24 seiner Stilistiken weiter. Hieraus leitet sich eine weitere Charakteristik des Balintawak ab: die technische Vielfalt. Venancio Bacon trainierte seine fortgeschrittenen Studenten vorwiegend im Sparring 1:1, was verbunden mit der technischen Vielfalt des Systems zu einer ungeheuren Reaktionsgeschwindigkeit führte. Selbst bei dem Schüler unbekannten Techniken reagierte dieser sehr schnell mit einer zumindest adäquaten Gegentechnik, da er es gewohnt war, ständig mit allen möglichen Varianten malträtiert zu werden. Egal, was da kam, der Schüler reagierte. Obwohl der Balintawak Stil auf allen Kampfdistanzen arbeitet, hat er doch eine starke Ausrichtung auf die kurze Distanz, auch Close Quarters oder Infighting genannt. Die Balintawak Techniken gehorchten vor allem einem Prinzip: Effektivität. Ein großer Schüler Bacons, Arnulfo Mongcal entwickelte seine eigene Linie des Balintawak. Er konzentrierte sich dabei weitestgehend auf das Infighting. Da unter seinen Studenten auch Chinesen waren, bekam er auch mit Kung Fu Techniken Kontakt, die er teilweise in sein Bare-Hands System integrierte. Durch seinen Vater und auch durch Timoteo Maranga hatte Arnulfo Mongcal auch gute Kenntnisse in Dumog, die er sowohl in sein Bare-Hands System integrierte als auch in seinen Stockkampf. Mongcals extrem rationale und kompromisslose Art des Infightings brachte ihm unter Insidern einen entsprechenden Ruf und außerordentlichen Respekt ein, auch wenn er international nie zu großer Bekanntheit kam. Zu den Schülern von Arnulfo Mongcal zählt z.B. Remy Presas, der Gründer des Modern Arnis. Auch der Deutsche Uwe Schwarz lernte ein paar Wochen von Mongcal. Aber Mongcal lehrte nur seinen Nachfolger „seine“ Erweiterungen des Balintawak vollständig. Außergewöhnlich ist, dass Arnulfo Mongcal einen Europäer und damit Nicht-Filipino zu seinem Nachfolger machte, nämlich den Deutschen Toni Veeck. Nachdem Arnulfo Mongcal über Jahre hinaus Toni Veeck sein gesamtes Wissen weitergegeben hatte, erklärte er Toni Veeck Anfang der 90er Jahre zum Großmeister und Erben seines Stils, den er New Concept of Philippine Arnis getauft hat. Nachdem Mongcal seinen Stil an Toni Veeck weitergegeben hatte, zog er sich zurück und unterrichtet heute nicht mehr. Der von Arnulfo Mongcal und Toni Veeck gegründeten New Concept of Philippine Arnis Association sind schon bei der Gründung einige weitere Balintawak Lehrer und Schüler von Mongcal beigetreten und auch Bobby Tapimina, der Erbe von Bacons letztem System, ist dieser Organisation mittlerweile beigetreten. Bei einem freundschaftlichen Sparringsmatch zwischen Toni Veeck und Bobby Tapimina stellte sich übrigens, 15 Jahre nach Bacons Tod heraus, dass dieser mit der Konzeption seines neuen Systems Recht behalten hatte: Der Stil seines alten Schülers Mongcal war Bacons letztem System, mittlerweile auch in harten Kämpfen erprobt, ohne weiteres ebenbürtig.

ARNIS/ESCRIMA ist ein Oberbegriff für verschiedene philippinische Kampfkunststilrichtungen. ARNIS/Escrima entwickelte sich über die Jahrhunderte unter indischen, indonesischen, malaiischen und spanischen Einflüssen zu einer eigenständigen philippinischen Kampfkunst. Im Rahmen des Escrimatraining werden verschiedene Aspekte des Waffenkampfes, Verteidigungsmöglichkeiten gegen Angriffe mit und ohne Waffen sowie die waffenlose Umsetzung der Kampfprinzipien behandelt. In zahlreichen kriegerischen Auseinandersetzungen und Zweikämpfen im Zeitraum von mehreren Jahrhunderten konnten sich nur die wirksamsten Kampfmethoden und Techniken behaupten. Ähnlich wie die in den vergangenen Jahrhunderten in Europa durchgeführten Duelle mit Schwert, Säbel, Degen oder Rapier waren auf den Philippinen noch bis vor wenigen Jahrzehnten blutige Zweikämpfe zwischen Anhängern rivalisierender Escrimastile keine Seltenheit. Diese sogenannten Herausforderungskämpfe wurden traditionell ohne Schutzausrüstungen und einschränkende Regeln durchgeführt. In den meisten Fällen verwendeten die Kämpfer je einen 60-70 cm langen Rattan- oder Hartholzstock. Ein Kampf wurde durch Aufgabe oder Kampfunfähigkeit eines Kämpfers beendet. Bis in die 60er Jahre dieses Jahrhunderts konnte sich Escrima noch als reine Kriegskunst behaupten.


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Autor: rere
Artikel vom 15.05.2004, 00:00 Uhr
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