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Rollstuhlrugby:
(Handicap- Club ´99 Sachsen-Anhalt e. V.)

Neue "Basisliga Ost" bestand ihre Feuertaufe

 
Neue "Basisliga Ost" bestand ihre Feuertaufe

Am Vorabend des 1. Februars wurde im "Haus Rheinsberg", einem zu 100 % rollstuhlgerechten Hotel im Kurort Rheinsberg, beschlossen, in der nächsten Saison im Rollstuhlrugby eine neue "Basisliga Ost" an den Start zu schicken. Trotzdem fand bereits am nächsten Tag in der hoteleigenen Mehrzweckhalle ein erstes Turnier der neuen Liga statt.
Zum Schlagabtausch angetreten waren: die "Berlin Raptors" (zweite Mannschaft), die "Greifswalder Rollmöpse", die "Evil Boys" aus Dresden, die "Sea Eagles" aus Rostock und wir, die "Saale-Rowdies" aus Halle an der Saale, also genau die Mannschaften, die dann in der "Basisliga Ost" starten werden.
Da es zeitmässig etwas knapp wird, an einem Tag 5 Mannschaften -jeder gegen jeden- spielen zu lassen, schlossen wir und die Rostocker uns zu einer Spielergemeinschaft zusammen. Ausserdem sind wir beides zwei noch sehr junge und unerfahrene Mannschaften, denen auch noch etwas das Spielerpotential fehlt. Wir haben auch beschlossen, dies in Zukunft genauso zu handhaben Gleich im ersten Spiel hatten wir mit den Raptors aus Berlin gegen einen.absoluten Hochkaräter anzutreten. Wie es nicht anders zu erwarten war, bekamen wir von den Raptors mit 24:15 die erste Klatsche. Wir wussten allerdings, dass wir nur Aussenseiter waren.
Als nächstes trat Greifswald gegen Dresden an. Dieses Spiel konnten die Dresdner mit 25:29 für sich verbuchen. Letzteren merkt man halt doch den Vorsprung an, den sie sich als die ältere Mannschaft im Laufe der Zeit erarbeitet hat. Doch Greifswald versteckte sich keinesfalls und lag zu Anfang kurz in Führung. Doch auch im Rollstuhlrugby werden kleine Fehler gnadenlos ausgenutzt, so dass die Hansestädter am Ende unterlagen.
Nun waren die Dresdener aufgerufen, das nächste Spiel gegen Berlin für sich zu entscheiden. Die Haupstädter behielten aber mit 24:26 die Oberhand, doch solch ein Ergebnis kann man schon als relativ ausgeglichen bezeichnen.
Nun traten wir, wie gesagt zusammen mit den Rostockern, gegen Greifswald an. Leider unterlagen wir auch der von Daniel Lemke trainierten Mannschaft mit 16:27, was aber nicht anders zu erwarten war.
Im nächsten Spiel gab es dann die absolute Überraschung. Zuerst gelang es Greifswald, gegen Berlin in Führung zu gehen. Nachdem im 2. Viertel Berlin seine komplette erste Mannschaft aufbot, war es für die Rollmöpse schwer mitzuhalten. Doch auch als sie zur Halbzeit bereits mit 11 Toren zurücklagen, steckten sie nicht zurück und es gelang ihnen, nach und nach aufzuholen. Euphorisch angefeuert, konnten sie kurz vor Schluss ausgleichen. Das Siegtor gelang ihnen einen Wimpernschlag vor Schluss, so dass es am Ende 26:27 stand.
Zuletzt stand noch unser Spiel gegen die "Evil Boys" aus Dresden an. Trotz zwischenzeitlichen Gleichstands und unseres Versuchs, eine gute Leistung zu erbringen, ging das Spiel letztendlich mit 22:17 an die Elbestädter.
Zurück bleibt die Bestätigung, dass wir doch noch einiges zu lernen haben, doch wo kann man das am Besten als bei Turnieren. Ausserdem spielten wir und die Rostocker noch nie zusammen in einem Team. Für ein regelmässiges gemeinsames Training liegen die Städte Halle und Rostock leider zu weit voneinander entfernt.
Hier noch einmal die Ergebnisse und die Tabelle auf einen Blick:
Berlin-Rostock/Halle 24:15
Greifswald-Dresden 25:29
Dresden-Berlin 24:26
Rostock/Halle-Greifswald 16:27
Berlin-Greifswald 26:27
Dresden-Rostock/Halle 22:17

Tabelle:
1. Berlin Raptors
2. Greifswalder Rollmöpse
3. Evil Boys
4. SeaEagles/SaaleRowdies
Stefan Weber, "Saale-Rowdies"


Autor: stwe
Artikel vom 24.02.2004, 11:09 Uhr

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