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Motorsport:
(DMSB - Deutscher Motor Sport Bund e. V.)

Überraschungssieg durch Kurt Hock und Enrico Becker bei den Sidecars

 
(Schleiz) Das deutsche Sidecar-Team von Kurt Hock und Beifahrer Enrico Becker gewann überraschend den Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in der Klasse IDM Sidecar auf dem Schleizer Dreieck.

Beim Training hatten sich noch das österreichisch-schweizerische Favoriten-Team von Josef Moser und Ueli Wäfler zum dritten Mal in dieser Saison die Pole Position vor Schlosser/Kolloch und Göttlich/Höss. Die Meisterschaftsführenden Steinhausen/Kölsch, sowie Roscher/Hänni, Doppler/Wagner und die Briten Laidlow/Farrance waren in Schleiz wegen des zeitgleich am Salzburgring stattfindenden WM-Laufes nicht am Start.

Kurioser konnte der fünfte Lauf der IDM-Sidecars nicht beginnen. Als die Gespanne in die Startaufstellung rollten, öffnete der Himmel seine Schleusen und es fiel heftiger Regen, der sich später sogar in Hagel verwandelte. Als die Verwunderung über die Wetterkapriolen bei den Fahrern verflogen war, gab es auf der Start- und Zielgerade eine Schneeballschlacht.
Den besten Start erwischten Göttlich/Höss, doch schon in der ersten Kurve wurden sie von Moser/ Wäfler überholt. Lange konnte das österreichisch-schweizerische Gespann die Führung nicht halten. Denn zeitig hatten sie mit einem massiven Reifenproblem zu kämpfen. „Ich dachte wir haben einen Plattfuß. Aber nach dem Rennen haben wir gesehen, das sich der Hinterreifen komplett aufgelöst hat. Es sind richtige Stücke heraus gebrochen. Schade, wir wollten hier eigentlich von der Abwesenheit Jörg Steinhausens profitieren und richtig punkten. Besonders da Schleiz zu meinen Lieblingsstrecken zählt.“, so Josef Moser enttäuscht nach dem Rennen.

In der dritten Runde übernahmen Kurt Hock und Enrico Becker Platz eins und fuhren diesen auch ins Ziel. „So eine Wettersituation habe ich nur einmal 1995 am Nürburgring erlebt, da fing es im Rennen an zu hageln. Bei den Bedingungen war es sehr hart zu fahren, besonders in der Startphase haben wir nichts gesehen. Wir haben dann die Flucht nach vorne ergriffen, da war die Sicht auch besser.“, scherzte Kurt Hock nach dem Rennen.

Der Kampf um Platz zwei und drei, zwischen Uwe Göttlich und Markus Schlosser blieb spannend bis zur letzten Runde. Trotz einer Rekordrunde von Schlosser, konnten sich die "Lausitzer Früchtchen" (Göttlich/Höss) durchsetzen und sicherten sich die Punkte für den zweiten Platz. „Was für ein Rennen, die Sicht war gleich null, besonders in den ersten Runden - ein absoluter Blindflug.“, scherzte Uwe Göttlich nach dem Rennen. Schlosser/Kolloch wurden Dritte und Dieter Eilers mit Beifahrer Andreas Kolloch wurde als Vierter abgewunken.

Die Fans des Suzuki Bridgestone GSX-R-Cups richteten ihre gespannten Blicke auf das Gespann mit der Startnummer 55. Horst Maria Kowalski hatte mit Didier Grams einen ungewöhnlichen Beifahrer. Am Vormittag gewann der junge Sachse das Rennen im Suzuki-Cup und am Nachmittag gab er sein Debüt als Beifahrer. Mit Platz 15 sprang sogar der erste Sidecar-Punkt heraus.

In der Gesamtwertung liegen Steinhausen/Kölsch mit 91 Punkten nur noch einen Zähler vor Moser/Wäfler (90). Auf Rang drei folgen Roscher/Hänni mit 70 Punkten.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 12.08.2005, 14:34 Uhr

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