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Boxen:
(I. Box-Club Marburg 1947 e. V.)

DM U21

 
Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der U21-Männer und Frauen waren die Hessen nicht so erfolgreich wie zuletzt bei den Kadetten-, Junioren-Frauenklassen und scheiterten einmal im Finale und zweimal im Halbfinale gegen die jeweiligen späteren Meister.

Deutsche Meisterschaften der Unter 21jährigen jungen Männer und Frauen in Moers/NRW

In der letzten Woche starteten zehn Hessen und eine Hessin bei den Endkämpfen der Deutschen Meisterschaften der 19+20-jährigen Eliteboxer im westfälischen Moers:

Melina Swiety (1.BC Marburg, 60 kg), Ousainou Hansen (56), Assan Hansen und Ali Hasani (60), Henry Grün (64, alle TG 75 Darmstadt), Artur Mamberger (69), Daniel Büyükbalik (75, beide BV Uppercut Gießen), Leon Anselm (75, TSV Korbach), Yussef Lazar (91) und Benjamin Gabriel (91, beide BC Hochheim) . Assan Hansen gewann die Silbermedaille, Bruder Ousainon und Melina Swiety holten sich Bronze.

Die Ergebnisse:
1. Bantamgewicht bis 56 kg:
Viertelfinale:
Ousainou Hansen (TG 75 DA) siegt n.P. (RSC-I-R.2) ü. Alex Geissler (Boxing Villingen- Schwenningen)
Halbfinale:
Ousainou Hansen (TG 75 DA) verliert n.P. (5:0) gegen Alen Rahimic (BC Olympia Berlin)

2. Leichtgewicht bis 60 kg:
Achtelfinale:
Assan Hansen (TG 75 DA) siegt. n.P. (5:0) ü.Kevin Kischenko (Boxing Villing.-Schwennig.)
Ali Hassani (TG 75 DA) verl. n.P. (3:2) geg. Mert Yikilmaz (BC Tigers Salzgitter/Nieders.)

Viertelfinale:
Assan Hansen (TG 75 DA) siegt n.P. (5:0) ü. Yigit Can Özev (Boxzentr, Münster/NRW)

Halbfinale:
Assan Hansen (TG 75 DA) siegt n.P. 5:0) n. Abbr.1.R wg. Verletzg. ü. Yunus Ötztürk (Polizei SV Hamburg)

Finale:
Saeed Ömer (Spandauer BC Berlin) siegt n.P. (4:1) ü. Assan Hansen (TG 75 DA)

3. Halbweltergewicht bis 64 kg:
Viertelfinale: Henry Grün (TG 75 DA) verl n.P. (5:0) geg. Mohamed Ahmad Ali (Bushido Delmenhorst/Niedersaachsen)

4. Weltergewicht bis 69 kg:
Achtelfinale:
Artur Mamberger (BV Uppercut Gießen) verl. n.P. (5:0) geg. El Abid Anas (MLK Aachen)

5. Mittelgewicht bis 75 kg:
Achtelfinale: Leon Anselm (TSV Korbach) siegt n.P. (4:1) ü. Akin Aygün (BC Riegel/BaWü)
Daniel Büyükbalik (BV Uppercut GI) verl. n.P. (5:0) geg. Samir Talo (Vorw.Bielefeld/NRW)

Viertelfinale:
Leon Anselm (TSV KB) verl. d. Aufg 3.R. geg. Samir Talo (Vorw. Bielefeld)

6. Schwergewicht bis 91 kg:
Viertelfinale:
Youssef Lazar (BC Hochheim) verl. n.P. (4:1) geg. Jemal Davati (Traktor Schwerin(MVp)
Benjamin Gabriel (BC Hochheim) verl. d. RSC 1.R. geg. Samvel Gasoyan (Vikt.DO/NRW)

7. Leichtgewicht bis 60 kg-weiblich):
Viertelfinale:
Melina Swiety (1.BC Marburg) verl. n.P. (5:0) geg. Daniela Singh (BC Lucky Punch/Saarl.)
Halbfinale:
Melina Swiety (1.BC Marburg) verl. n.P. (5:0) geg. Dilara Gökalan (BZ Münster/NRW)

Zu 1: Der leichteste Hesse, Ousainou Hansen von der TG 75 Darmstadt, war in seinen Kämpfen hervorragend eingestellt von Trainer Eugen Rempel und besiegte, trotz stark belastender Erkältung, im Viertelfinale des Bantamgewichts bis 56 kg den Baden-Württemberger Alexander Geissler aus Villingen-Schwenningen einstimmig nach Punkten, nachdem dessen in der ersten Runde bereits erlittene Augenbrauen-Cut-Verletzung den Ringarzt veranlassen musste, den Kampf abzubrechen. Im Halbfinalkampf gegen den Boxer aus der Bundeshauptstadt hatte er starken Mehraufwand, konnte jedoch gegen Alen Rahimic (BC Olympia Berlin) beweisen, dass er den Kampf durchaus hätte für sich entscheiden können. Erst in der Schlussrunde verließen Ousainou die Kräfte und erleichterten das Eindringen des Berliners in den Nahkampf. Der Kampf ging schließlich mit einstimmiger Punktrichterentscheidung verloren. Aber der Darmstädter hatte sich trotz starken Hustens hervorragend geschlagen und er kann stolz auf seine Leistung sein, die wegen der Erkältung nicht ihr Optimum erreichte.

Zu 2: Im Leichtgewicht hatten die Hessen zwei starke Vertreter und beide kamen aus der südhessischen Boxhochburg TG 75 DA: Ex-DM Assan Hansen und Ali Hassani. Beide hatten sich im Hessischen Boxgeschehen einen guten Namen gemacht Assan Hansen boxte insgesamt viermal und verlor am Ende -nach drei klaren 5:0-Punktsiegen- den Finalkampf äusserst knapp und umstritten nach Runkten. Assan konnte gegen den Berliner Saeed Omer (Spandauer BC) beweisen, dass er den Kampf bei etwas anderer Bewertung der Kampfhandlungen durch den Referee durchaus hätte für sich entscheiden können. Erst in der Schlussrunde ahndete der Ringrichter das nicht regelkonforme Eindringen des Berliners in den Nahkampf. Doch da war es zu spät. Die zwei Runden zuvor wurden gegen Assan bewertet und der Kampf ging trotz gewonnener Schlussunde knapp und umstritten mit 4:1-Punktrichterstimmen knapp verloren.Der Darmstädter hat sich hervorragend geschlagen, gewann drei seiner Vorkämpfe alle einstimmig nach Punkten und er kann stolz auf seine Leistung sein, die ihm zwar „nur“ den Vize-DM-Titel brachte, er aber weiterhin zu den heißen Kandidaten bzgl. der Qualifikation zur EM gehört. Ali Hassani traf zum Auftakt im Achtefinale auf Mert Yikilmaz vom BC Tigers Salzgitter. Der hatte aber nur wenige Gelegenheiten, sich positiv ins Szene zu setzen, denn er wurde von Ali gnadenlos durch den Ring gehetzt. Viele sahen den Hessen am Ende vorne, dennoch entschied das Punktgericht mit knappster Mehrheit für den Niedersachsen

Zu 3: Im Halbwelter traf der Darmstädter „Newcomer“ Henry Grün im Achtelfinale auf den Niedersachsen Mohamad Ahmad Ali. Der für Bushido Delmenhorst in den Boxring steigende Filigrantechniker punktete den Südhessen einstimmig aus und gewann später sogar noch den Deutschen Vizemeistertitel. Alles in allem war das eine gute Leistung des Pfungstädters, die in der Zukunft bei besserer Vorbereitung auf den sportlichen Jahreshöhepunkt noch einiges erwarten lässt.

Zu 4.: Gießens Weltergewichtler Artur Mamberger wurde als einer der Titelaspiranten gehandelt. Doch trotz der Vorbereitung in seinem derzeitigen Lebensmittelpunkt, dem „Olympiastützpunkt Heidelberg“, konnte Artur nicht einmal ansatzweise sein Können aufblitzen lassen. Der Ex-Vize-EM wirkte in Moers zu verkrampft (vl. auch falsch trainiert, ?...!) und verlor am Ende den Zweikampf einstimmig nach Punkten.

Zu 5.: Der Gießener Eugen Mamberger-Schützling Daniel Büyükbalik verlor im Achtelfinale gegen den hoch favorisierten, sehr erfahrenen und auch spateren 3. DM Samir Talo vom BR Vorwärts Bielefeld. Auch der Korbacher Leon Anselm musste nach knapp gewonnenen Achtelfinaöe gegen den BaWü-Boxer Akin Aygün gegen Talo mit Handtuchwurf geschützt werden.

Zu 6: Im Schwergewicht kam der Einsatz der beiden Hochheimer vl. noch etwas zu früh. Beide verloren nach beherzten Kämpfen durch einstimmige Punktwertung wie durch Ringrichterabbruch. Bleiben beide -Youssef Lazar und Benjamin Gabriel- aber im Wettkampftraining wird man bald von ihnen hören können, denn sie stehen beide erst am Anfang ihrer Boxkarriere.

Zu 7: Die Marburger Kriminalkommissaranwärterin steht ebenfalls erst am Anfang ihrer Boxkarriere. Sie zeigte im Viertel-, wie im Halbfinale beherzte Kampfqualitäten, die für die Zukunft einiges erwarten lassen. Bei dieser DM waren aber die beiden Gegnerinnen aus dem Saarland und dem westfälischen Münster noch zu erfahren. Melina braucht noch etwas mehr Wettkampferfahrung, um sich auf dieser höchsten deutschen Leistungsebene durchsetzen zu können. Jeweils erst in der 3. Runde hatte sie sich auf ihre Gegnerin richtig eingestellt und bot Daniela Singh wie der späteren Meisterin Dilara Gökalan boxerisch Paroli. Doch das war zu spät, den jweiligen Punktsieg hatten beide Genannten bereits bis dahin relativ sicher in ihrer Tasche.

Hochwertiger Boxvergleich in Baden-Württemberg
Mit einer vierköpfigen hessischen Boxdelegation reiste der Marburger Trainer Waldemar Adler in die Nähe der Hauptstadt Baden-Wüttembergs.
Westernheim/b. Stuttgart.
Die vier teilnehmenden hessischen Boxer zeigten hervorragendes Boxen. Als erster Hesse kletterte der Marburger Emre Yildirim in den Ring gegen den amtierenden deutschen Meister der Kadetten Akif Aköz. Emre dominierte nach Belieben, sodass der Gegner zur dritten Runde aufgegeben hat.

Anschließend folgte der Kampf Frank Kilp (TG Darmstadt) gegen Mehmet Sor. Durch hervorragendes Distanzboxen und großartiger Technik wurde Frank folglich zum einstimmigen Sieger erklärt.

Arman Poorasghar (1. BC Marburg) stand kurz vor einer Sensation gegen Noah Fischer. Boxte 1,5 Runden eine klare technische Linie und lag bis dato vorne. Hinten raus hat man die zähen vier Stunden Fahrt Arman angemerkt. Leider ein sehr knappes Urteil gegen Arman im Hexenkessel.

Im Schlusskampf der hessischen Boxer machte der Gießener Daniel Büyübalik einen starken Kampf gegen den hoch gehandelten Daniel Kornmeier. Leider wurde unverständlicherweise Daniel Kornmeier als 2:1 Sieger ausgerufen. Hierzu gab es im Publikum zahlreiche Buhrufe. Anschließend kamen zahlreiche Zuschauer zu Daniel und quittierten ihm persönlich zu ihrem Sieger.

Im Großen und Ganzen einer gelungener Ausflug in das bergische Baden-Württemberg mit Ausnahme der klaren Fehlentscheidung.


Autor: rele
Artikel vom 08.11.2017, 00:44 Uhr

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